Game Night (2018)

B



69%

AT-Kinostart: 02.03.2018 - Dauer: 100 Min - Genre: Komödie - FSK: ab 12 - Regie: John Francis Daley - Drehbuch: Mark Perez - Produktionsjahr: 2018 - Produktionsland: USA - Filmverleih: New Line Cinema - Soundtrack: Cliff Martinez - Cast: Rachel McAdams, Jason Bateman, Jesse Plemons, Kyle Chandler
Game Night (2018) - Dynamischer, unterhaltsamer Film von den Kill the Boss Machern...
Etwas überdreht aber witzig und durchaus spannend
Der Film handelt anfangs lediglich von Freunden (zb. Rachel McAdams, alias Annie, Jason Bateman, alias Max oder auch Kyle Chandler alias Brooks), die sich immer wieder zu Spieleabenden verabreden. Ein etwas psychisch krank wirkender Nachbar (Jesse Plemons, der übrigens den von der Frau verlassenen Polizisten Gary sehr überzeugend spielt) wird dabei jedes mal ausgeschlossen, obwohl er gerne mitspielen würde. Jesse Plemons ist vor allem für seine Rolle in Breaking Bad (alias Todd) bekannt geworden und konnte zuletzt in einigen Filmen und Serien sein Talent zeigen. Von Beginn an merkt man was das Motto unter den Freunden im Film ist, nämlich dass das Leben ein Spiel ist. Tatsächlich soll es solche Menschen auch im echten Leben geben. In Anbetracht dessen & dank solider schauspielerischen Leistungen (nur Nebendarsteller Billy Magnussen wirkt etwas nervig und fehlbesetzt) werden die Charaktere so durchaus glaubhaft an den Zuseher transportiert. Vor allem Rachel McAdams, Jason Bateman und eben dazwischen auch Jesse Plemons spielen sogar überdurchschnittlich gut, was Game Night über weite Strecken, in Verbindung mit einer soliden Handlung und einem gut geschrieben Drehbuch von Mark Perez mitprägt.
Zunächst muss man allerdings sagen, dass die Story etwas stumpf und durchschaubar wirkt, was natürlich einen deutlichen Minuspunkt darstellt. So könnte sich der eine oder andere Zuseher in der ersten halben Stunde schon gelangweilt fühlen, weil man im Prinzip fast alles vorhersehen kann. Spätestens als dann allerdings ein neuerlicher Spieleabend bei Brooks (Kyle Chandler) dem Bruder von Max (Jason Bateman) ansteht gewinnt der Film dann doch an Würze. Leichte Spannung kommt auf, indem der Abend vom Gastgeber Brooks offensichtlich nicht so verläuft wie geplant. Es soll dieses Mal ein neues Spiel, bei dem ein mysteriöser Mordfall geklärt werden soll, gespielt werden. Bald verschwimmen die Grenzen zwischen Spiel und Realität, wobei zunächst alle außer Brooks glauben das die Ereignisse zum Spiel gehören. Schließlich gibt es für den Gewinner ja auch einen mehr als verlockenden Hauptpreis, nämlich das neue Auto von Brooks.
Hin und wieder vielleicht etwas zu überdreht aber was Game Night meist versteht, ist es mit witzigen Momenten zu punkten. Besonders ab dem Mittelteil kommt es dann des öfteren zu Szenen wo man schmunzeln oder lachen muss. Generell entwickelt sich der Film dann jedoch immer spannender was man von einer Komödie nun nicht so erwarten könnte. Oft ist man verwirrt & hat keine Ahnung was als nächstes geschieht. Gegen Ende kommt es zu einer überraschenden Wendung. Vor allem der 2. Abschnitt lässt Game Night also (etwas verblüffend) gut dastehen, womit ein Kinobesuch doch nicht so falsch wäre. Über den Beginn muss man eben hinwegsehen. Eine kleine aber nette Message beinhaltet Game Night auch, nämlich dass man keine Menschen vorab verurteilen oder ausschließen sollte nur weil sie einem seltsam erscheinen. Der Soundtrack bietet bei diesem Film eine ganz akzeptable Untermahlung, bei dem Komponist Cliff Martinez seine Finger im Spiel hatte. Fazit: Game Night beginnt recht schwach, entpuppt sich dann aber dank gut spielender Schauspieler und solidem Drehbuch doch noch zu einem konstant witzigen & gegen Schluss sogar spannenden Unterhaltungsfilm für jung und alt. Gutes Popcorn-Kino also & klassischer Filmtyp B.